ESU-services auf dem Climate Native Summit in München
Am 7. Mai 2026 fand im Memox Skyline Tower in München der Climate Native Summit statt – ein Treffpunkt für Pioniere der Nachhaltigkeitsbranche. Mit über 30 Jahren Erfahrung in der Lebenszyklusanalyse wissen wir: Der Druck auf Unternehmen, jetzt zu handeln, steigt. Doch wie gelingt der Spagat zwischen Qualität, Flexibilität und Automatisierung in der LCA- und EPD-Praxis?
Automatisierung in der LCA: Ein kurzer Rückblick
Die Automatisierung von Lebenszyklusberechnungen gibt es bereits seit Jahrzehnten. Sie begann mit dem Einsatz von Taschenrechnern statt manueller Berechnungen auf Papier. Seitdem wurden immer leistungsfähigere Tools entwickelt, die die Verarbeitung großer Datenmengen vereinfachen. Doch eines bleibt entscheidend: Nachvollziehbarkeit und Transparenz müssen stets gewahrt bleiben. Daher muss die Prüfung und Verifizierung von EPDs immer auch die genutzten Tools mit einbeziehen.
Es hat mich sehr gefreut, am 7. Mai 2026 als Panelist auf dem Summit teilzunehmen und die Verifizierer-Perspektive in eine der meistdiskutierten Fragen der Branche einzubringen:
Wie können wir Automatisierung vorantreiben – ohne die Qualität und Transparenz von EPDs zu gefährden?
Warum dieses Thema jetzt entscheidend ist
Die Digitalisierung der LCA-Prozesse schreitet voran – doch mit ihr kommen neue Herausforderungen:
Dokumentation & Datenflüsse
Die nahtlose Integration von Hersteller-Daten in Software muss so einfach wie möglich sein, mit direkt sichtbarer Plausibilitätsprüfung. Nur so können Fehler früh erkannt und korrigiert werden.
Automatisierung vs. manuelle Erstellung
Während Automatisierung Grundberechnungen beschleunigt, wird die erste Verifizierung komplexer: Es müssen nicht nur die Ergebnisse geprüft werden, sondern auch alle Schritte der Automatisierung.
Flexibilität vs. Standardisierung
Je starrer die Nutzer-Eingaben, desto einfacher die finale Ergebnisprüfung der vorgeprüften Berechnungsverfahren. Doch zu viel Fixierung schränkt die Anpassungsfähigkeit ein – ein Dauer-Dilemma, das wir bereits von unseren ersten Excel-Kennwertmodellen kennen.
KI & Kollaboration: Neue Chancen, alte Herausforderungen
Künstliche Intelligenz
KI bringt die Automatisierung auf ein neues Level – aber erstmals ist eine volle Nachverfolgbarkeit der Entscheidungen und Berechnungswege damit nicht mehr gegeben. Dies wirft neue Fragen zur Transparenz und Vertrauenswürdigkeit auf.
Zusammenarbeit vereinfachen
Klare und getrennte Verantwortlichkeiten bleiben essenziell:
- Eingabe von Primärdaten
- Entwicklung von Tools und Hintergrunddatenbanken
- Unabhängige Verifizierung und Qualitätssicherung
- Harmonisierung durch EPD-Plattformen
Gleichzeitig können Plattformen die Kollaboration zwischen Akteuren erleichtern, indem sie den Austausch von Daten und Dokumenten zentralisieren.
Unser Beitrag: Die Verifizierer-Perspektive

Als Niels Jungbluth, Inhaber von ESU-services GmbH und erfahrener LCA- und EPD-Experte, habe ich über 30 Jahre Praxiswissen in die Diskussion eingebracht. Mein Fokus lag auf drei zentralen Punkten:
✅ Anwendung von Life-Cycle-Thinking in realen Produkten und Lieferketten – von LCA über EPD bis hin zu Carbon Footprint.
✅ Verifizierung als Schlüssel für vertrauenswürdige EPDs: Wie können wir Automatisierung nutzen, ohne Qualität zu opfern?
✅ Praktische Lösungen für die Balance zwischen Standardisierung und Flexibilität, um individuelle Kundenanforderungen zu erfüllen.
ESU-services GmbH – Ihr Partner für aussagekräftige LCA-Analysen, EPD-Beratung und maßgeschneiderte Softwarelösungen im DACH-Raum und weltweit.
**#LCA #Sustainability #EPD #LCAQuality #ClimateNativeSummit